Bayern Münchens Vorstandsmitglied Rouven Kasper hat die mangelnde internationale Vermarktung der Bundesliga scharf kritisiert. In einem Interview mit der TZ betonte er, dass nur wenige Vereine wie Leipzig, Dortmund und Paderborn Tourneen ins Ausland unternehmen. Kasper fordert mehr strategische Initiativen, um die globale Sichtbarkeit der Liga zu erhöhen. „Die Bundesliga braucht mehr Präsenz im Ausland, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte er. Derzeit sind Lennart Karl und Serge Gnabry bei Bayern verletzungsbedingt ausgefallen.
Warum ist das ein Problem?
Die Bundesliga kämpft mit sinkenden Medienrechten in Ländern wie den USA und Japan. Kasper argumentiert, dass die Vereine nicht nur auf die DFL warten sollten, sondern selbst aktiv werden müssen. Bayern München sieht sich als Vorreiter, doch der Vorstandsmitglied betont, dass eine gemeinsame Anstrengung der Liga und aller Clubs notwendig ist.
Was fordert Kasper konkret?
Kasper plädiert für mehr Tourneen und Marketingaktivitäten im Ausland. „Die englischen Clubs sind weltweit unterwegs – wir müssen das auch tun“, so Kasper. Er unterstreicht, dass Bayern nicht überall präsent sein kann und die Liga als Ganzes handeln muss, um kleinere Märkte zu erschließen.
Was bedeutet das für Bayern München?
Für Bayern bedeutet die schwache internationale Vermarktung der Bundesliga weniger Einnahmen. Kasper hofft, dass andere Vereine dem Beispiel folgen und mehr in globale Marketingstrategien investieren. „Ohne Handeln gibt es keine Ergebnisse“, warnt er. Die Verletzungen von Lennart Karl und Serge Gnabry zeigen, dass der Fokus nicht nur auf dem Feld liegen darf.
