Der Hamburger SV zeigt Interesse an einer Verpflichtung von Bayern-München-Verteidiger Sacha Boey. Laut einem Bericht der Hamburger Morgenpost vom Montag befasst sich der Zweitligist mit dem 25-jährigen Franzosen, um eine Lücke auf der rechten Abwehrseite zu schließen.
Sportvorstand Max Eberl hatte zuvor öffentlich klargestellt, dass der FC Bayern den Rechtsverteidiger gerne abgeben würde. Boey steht nach internen Gesprächen nicht in den sportlichen Plänen des Rekordmeisters. Bisher fehlten jedoch konkrete Angebote für einen festen Transfer. Der HSV kann eine feste Ablösesumme in Höhe von rund 15 Millionen Euro nicht aufbringen, weshalb nur eine Leihe infrage kommt. Selbst dabei stellt Boeys Gehalt aus München eine erhebliche finanzielle Herausforderung dar.
Warum will Bayern München Sacha Boey verkaufen?
Sacha Boey wechselte im Januar 2024 für etwa 30 Millionen Euro von Galatasaray Istanbul zum FC Bayern. Seitdem konnte sich der Franzose nicht nachhaltig im Team etablieren. Wiederholte Verletzungen verhinderten, dass er einen konstanten Rhythmus fand. Zudem ist die Konkurrenz auf seiner Position mit Spielern wie Joshua Kimmich und Noussair Mazraoui stark. Der Klub hat in dieser Transferperiode bereits mehrere Spieler verkauft oder verliehen. Boey gilt als letzte offene Personalie, die vor dem Ende des Transferfensters am 1. September geklärt werden soll. Eine Einigung mit dem HSV würde diese Kaderbereinigung abschließen.
Die aktuelle Squad des FC Bayern zeigt die Tiefe im defensiven Bereich. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany bereitet sich derweil auf die anstehenden Pflichtspiele vor. Die nächsten Termine finden Sie in unserem Spielplan.
Welche Hürden stehen einem Wechsel zum HSV im Weg?
Die größte Herausforderung für einen Wechsel Boeys zum Hamburger SV ist finanzieller Natur. Der HSV operiert in der 2. Bundesliga mit einem deutlich geringeren Budget als der FC Bayern. Boeys aktuelles Gehalt bei den Münchnern übersteigt die Möglichkeiten des Zweitligisten bei weitem. Die Verantwortlichen beider Vereine müssten daher eine „kreative Lösung“ finden, wie die Morgenpost berichtet. Denkbar wäre eine Kostenbeteiligung des FC Bayern oder eine gehaltsreduzierte Leihe. Für den HSV wäre Boey sportlich eine namhafte Verstärkung für eine Position, die seit längerem problematisch ist.
Wie hat sich Sacha Boey in München entwickelt?
Boey's Zeit in München verlief bisher unter den Erwartungen. Sein Debüt gab er am 3. Februar 2024 bei einem 3:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. Insgesamt kam der Rechtsverteidiger in der Rückrunde der Saison 2023/24 nur auf fünf Bundesliga-Einsätze. In der laufenden Saison stand er bisher nicht im Fokus. Sein Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis zum 30. Juni 2028. Die Vereinsführung um Max Eberl sieht daher keinen Platz mehr für den Spieler und möchte die Investition von vor anderthalb Jahren zumindest teilweise refinanzieren.
Die Defensive des FC Bayern hat in den ersten Spieltagen der Saison bereits sieben Tore kassiert. Die genauen Statistiken zur Mannschaft und zu einzelnen Spielern finden Sie in unserer Datenbank.
Was bedeutet das für die Kaderplanung des FC Bayern?
Ein Abschied von Sacha Boey würde den Kader des FC Bayern auf der rechten Außenbahn weiter verschlanken. Der Klub vertraut dort weiterhin auf die etablierten Kräfte. Sollte der Wechsel zustande kommen, wäre die Transferphase für die Bayern im Abwehrbereich abgeschlossen. Man hat in dieser Saison bereits mit Hiroki Ito und Jonathan Tah zwei neue Innenverteidiger verpflichtet. Die Konzentration liegt nun auf der sportlichen Arbeit. Die Mannschaft will in der Bundesliga und der Champions League angreifen. Die aktuelle Tabellensituation können Sie in den Ligatabellen verfolgen.
Für Sacha Boey wäre ein Wechsel zum HSV die Chance auf regelmäßige Spielpraxis, um seine Karriere wieder in Schwung zu bringen. Für den FC Bayern wäre es der endgültige Abschluss der Umbauarbeiten im Kader vor der Deadline.
