Uli Hoeneß hat einen internen Zoff in der Bayern-Führungsetage um die Vertragsverlängerung von Max Eberl aufgedeckt. Der Ehrenpräsident löste den Konflikt selbst mit einer öffentlichen Einschätzung aus, die er am Montagabend bei einem Basketball-Jubiläum in der Sporthalle an der Säbener Straße erläuterte.
Die Prozent-Aussage
Am 23. Mai, dem Tag des Pokalfinales gegen Stuttgart, sagte Hoeneß in einem SPIEGEL-Podcast, die Chancen auf eine Vertragsverlängerung für Eberl stünden bei „60 zu 40“. Diese Einschätzung sorgte für Unmut. „Wenn ich an dem Tag 80 Prozent gesagt hätte, dann hätte es noch mehr Ärger gegeben“, erklärte der 74-Jährige. „Deswegen war das eine Antwort zwischen Pest und Cholera.“ Max Eberl reagierte damals verhalten. Er äußerte, dass sein Fell zwar dick geworden sei, er die Aussage an einem Finaltag aber nicht für den richtigen Zeitpunkt gehalten habe. Er stellte die Frage, ob man solche Prozentangaben in der Öffentlichkeit machen müsse.
Klärung und Konsequenz
Nach dem Finale sprachen Hoeneß und Eberl das Thema direkt an und klärten es unter vier Augen. Seitdem habe sich viel verändert. „Ich finde, dass Max im letzten halben Jahr innerhalb des Vereins sich mehr geöffnet hat“, so Hoeneß. „Wir alle, Karl-Heinz und ich, aber auch Herbert Hainer sind von ihm viel besser informiert worden über alles, als es vorher der Fall war.“ Eberl habe sein anfängliches „Eigenbrötler-Dasein“ abgelegt. Diese Entwicklung und seine Transferarbeit wurden belohnt: Der Aufsichtsrat stimmte am 25. August einer Verlängerung bis Sommer 2029 zu.
Lob für die Transferperiode
Besonders hob Hoeneß Eberls Umsetzung der vereinsinternen Transferstrategie hervor. Der Vorschlag, Spieler möglichst früh vor der Weltmeisterschaft zu verpflichten, um spätere Preissteigerungen zu vermeiden, sei „zu 100 Prozent umgesetzt“ worden. Das vorgegebene Budget von bis zu 50 Millionen Euro wurde deutlich unterschritten. „Ich denke, dass wir nur 30 Mio. Investieren, weil durch Verkäufe fast 70 Mio. Reingekommen sind“, sagte Hoeneß. „Also da ist gute Arbeit geleistet worden.“ Diese Bilanz überzeugte schließlich auch die letzten Zweifler im Aufsichtsrat.
Die aktuelle sportliche Lage zeigt, dass die Mannschaft nach der Länderspielpause wieder in die Erfolgsspur gefunden hat. Beim letzten Spieltag gewann Bayern beim SV Elversberg, nachdem zuvor das Heimspiel gegen Bodo/Glimt deutlich gewonnen wurde. Die Mannschaft hat in den letzten Spielminuten nur wenige Gegentore kassiert, was auf eine gefestigte Defensive hindeutet. Die komplette Übersicht der jüngsten Ergebnisse und die anstehenden Termine finden Sie auf unserer Spielplan-Seite. Die Mannschaft bereitet sich nun auf die nächste Aufgabe vor, während die Führungsetage nach der offenen Aussprache wieder geschlossen agiert. Die detaillierte Leistungsbilanz der gesamten Saison ist in unserer Statistik-Übersicht einsehbar.
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