Bayern München hat am 30. Juni 2026 den Vertrag von Leon Goretzka beendet und steht nun ohne neuen Verein für den 31-jährigen Mittelfeldspieler da. Der ehemalige Weltmeister, der 13 Millionen Euro brutto bei den Rekordmeistern verdiente, fordert ein Netto von sieben Millionen Euro jährlich plus ein zehn-Millionen-Euro-Signing-Bonus, was bislang Interessenten abschreckt.
Warum die Verhandlungen scheitern?
Berichten zufolge blockierte Barcelona-Sportdirektor Deco den möglichen Wechsel, obwohl Hansi Flick, Goretzkas ehemaliger Trainer, und der Katalane Interesse zeigten. Andere Topclubs wie Arsenal, Juventus, AC Mailand, Napoli und Atlético Madrid wurden ebenfalls genannt, doch die geforderten Konditionen übersteigen das übliche Budget für einen freien Spieler. Goretzka verließ Bayern nach acht Jahren, in denen er 15 Titel sammelte, darunter das Triple 2020.
Wie wirkt sich das auf Bayern München aus?
Obwohl Goretzka in seiner letzten Saison als Ersatz hinter Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlović akzeptierte, bleibt sein Weggang ein Verlust an Erfahrung und Führung. Trainer Vincent Kompany lobte ihn bei der Verabschiedung im Mai als „absoluten Profi“, doch das Fehlen eines adäquaten Ersatzes könnte die Tiefe im Mittelfeld schwächen, besonders wenn aktuelle Verletzungen berücksichtigt werden. Aktuell gesperrt: Lennart Karl, Serge Gnabry.
Was bedeutet das für Goretzkas Zukunft?
Der Spieler wollte nach der WM 2022 wieder in einer wettbewerbsfähigen Liga spielen und lehnte ein Angebot von Chicago Fire ab. Ohne ein konkretes Angebot bleibt er ein Free-Agent, dessen Marktwert durch die hohen Gehaltsforderungen und das Fehlen eines klaren Projektplans gemindert wird. Beobachter vermuten, dass ein Wechsel zu einem kleineren Top-Club in einer der Top-Ligen realistisch ist, wenn die finanziellen Erwartungen angepasst werden.
Wie geht es weiter?
Bis zum Ende der Transferfrist am 31. August 2026 bleibt Goretzka ohne Verein. Bayern München könnte versuchen, das Budget neu zu justieren oder auf interne Talente zurückgreifen, um die Lücke zu schließen. Für den Spieler selbst bleibt die Hoffnung, ein Projekt zu finden, das sowohl sportlich als auch finanziell passt, während er weiterhin auf dem Transfermarkt präsent bleibt.
