Bayern-Müchn profitiert weiterhin finanziell von seinem Alumni-Netzwerk durch Transferklauseln. Der neueste Fall ist der von Tanguy Nianzou, der nach seiner Abreise aus Bayern im Jahr 2020 zum FC Sevilla wechselte. Obwohl Paris Saint-Germain (PSG) ihn als versprechendes Talent präsentierte, konnte Nianzou sich in Bayern-Müchn nicht durchsetzen und musste sich hinter den etablierten Zentralverteidigern Jérôme Boateng, Niklas Süle und Lucas Hernandez stellen. 2021 zog er für etwa 20 Millionen Euro nach Sevilla ab, wobei der Transfer eine Rückkaufklausel und eine Verkaufsprovision beinhaltete, die Bayern-Müchn bei einem zukünftigen Verkauf von Nianzou zu Vorteilen verhelfen würde.
Die Verkaufsprovision wurde nun ausgelöst, als Nianzou zum OSC Lille wechselte. Der Transferpreis wird auf 3-6 Millionen Euro geschätzt. Nach Angaben des deutschen Sportwebsites Fußballtransfers (wie berichtet von @iMiaSanMia_GER) könnte Bayern-Müchn bis zu 4 Millionen Euro in Boni und einem Anteil an zukünftigen Resolditionen einnehmen.
Die genaue Wertigkeit solcher Klauseln ist jedoch nicht immer sicher, wie das Beispiel des Akademiestars Jamie Lawrence zeigt. Letzterer wechselte im Sommer von WSG Tirol nach OH Leuven ohne Transferpreis, was bedeutet, dass Bayern-Müchns Resoldition-Klausel bei seiner Abreise nicht in Kraft tritt. Dies deutet darauf hin, dass die finanziellen Vorteile aus solchen Klauseln nicht immer gewährleistet sind und von verschiedenen Faktoren abhängen.
Der 23-jährige Zentralverteidiger, der regelmäßig für Tirol aufgetreten ist und sogar einmal Kapitän des Teams war, hat sich trotz seines aktuellen Erfolgs entschieden zu wechseln. Seine Gründe für den Wechsel bleiben unklar, könnten aber persönliche oder berufliche Entwicklungsmöglichkeiten umfassen.
