Bayern Munich hat Michael Olise am 1. Juli 2024 für rund 53 Millionen Euro vom englischen Club Crystal Palace verpflichtet – ein Transfer, der den Flügel des Rekordmeisters neu definiert.
Wer ist Michael Olise und woher kommt er?
Michael Akpovie Olise wurde am 12. Dezember 2001 in London geboren. Sein Vater ist Nigerianer, die Mutter stammt aus einer französisch‑algerischen Familie. Neben seiner fußballerischen Laufbahn ist Olise Bruder Richard ein Innen‑ bzw. Rechtsverteidiger bei Chelseas U‑21‑Team. Die Familie lebt heute in München, wo Richard Michael zum medizinischen Check begleitete.
Wie verlief Olises Weg zum Profi?
Olise startete in der Jugend von Chelsea, wechselte dann zur Rivalen Arsenal und später zur Akademie von Manchester City – dort blieb er jedoch nur wenige Wochen. Nach einer kurzen Vereinslosigkeit organisierte sein Entdecker Sean Conlon Show‑Matches, die schließlich zum Profivertrag bei Reading im Januar 2017 führten. Zwei Jahre später gab Olise sein Debüt in der englischen 2. Liga und wurde in die U‑18‑Nationalmannschaft Frankreichs berufen.
Welche Kontroversen begleiteten den Bayern‑Transfer?
Im Sommer 2019 geriet Olises Berater Glen Tweneboah wegen einer verbotenen Vereinbarung mit Reading in die Schlagzeilen. Die FA verhängte eine Geldstrafe von 15 000 Pfund und eine Sperre von sechs Monaten, die jedoch erst ab dem 4. Oktober 2021 wirksam wurde – zu spät, um den Bayern‑Deal zu gefährden. Ohne die Strafe hätte Tweneboah bei Olises Wechsel 10 % der Ablösesumme erhalten können.
Was bedeutet Olise für Bayern Munich?
Olise gilt als schneller, trickreicher Flügelspieler, der sowohl Tore erzielt als auch Vorlagen liefert. In der Saison 2020/21 wurde er von Crystal Palace zum „ELF Young Player of the Year“ gekürt und zog das Interesse von Manchester United, Arsenal und Chelsea auf sich. Bayern nutzte die Ausstiegsklausel von 8,37 Millionen Pfund und brachte den 22‑jährigen Franzosen nach München, wo er seit dem Sommer 2024 das Team verstärkt. Trainer Julian Nagelsmann plant, Olise flexibel sowohl auf dem linken Flügel als auch als offener Stürmer einzusetzen, um die Offensivvariabilität zu erhöhen.
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