João Palhinha ist nach seinem Abgang vom FC Bayern München in Portugal Ziel einer Hass-Attacke geworden. Der Mittelfeldspieler wurde mit einer beleidigenden Nachricht konfrontiert, die ihn als „letzte Ratte“ beschimpfte.

Der Vorfall ereignete sich, nachdem Palhinha zu seinem früheren Verein Sporting Lissabon zurückgekehrt war. Die Nachricht wurde ihm offenbar persönlich übermittelt und löste in portugiesischen Medien sofort Wirbel aus. Der Inhalt der Drohung zeigt eine deutliche persönliche Feindseligkeit gegenüber dem 31-Jährigen.

Palhinha hatte den FC Bayern im Sommer nach nur einer Saison wieder verlassen. Bei den Münchnern war er in 24 Bundesliga-Einsätzen auf drei Tore gekommen, konnte sich aber nicht als unumstrittener Stammspieler etablieren. Seine Rückkehr nach Portugal war bereits vor der Europameisterschaft im eigenen Land vereinbart worden.

Reaktionen bleiben aus

Bislang hat sich weder Palhinha selbst noch Sporting Lissabon öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Auch der FC Bayern, bei dem der Portugiese bis August unter Vertrag stand, hat keine Stellungnahme abgegeben. Es bleibt unklar, ob die Behörden eingeschaltet wurden.

Die Attacke fällt in eine Phase, in der Palhinha eigentlich seine Rückkehr in die portugiesische Liga feiern sollte. Bei Sporting soll er eine zentrale Rolle im Mittelfeld übernehmen und die Mannschaft in der Champions League führen. Die aktuelle Zusammensetzung des Kaders in München zeigt, dass die Bayern nach Palhinhas Weggang andere Optionen in der defensiven Mitte haben.

Solche persönlichen Angriffe auf Spieler sind im Fußball zwar selten, aber nicht unbekannt. Sie überschreiten jedoch klar die Grenze der legitimen Kritik und bewegen sich im Bereich der Bedrohung. Für Palhinha bedeutet der Vorstand eine zusätzliche Belastung neben dem sportlichen Druck, den der Wechsel mit sich bringt.

Der Portugiese muss sich nun in Lissabon einspielen und gleichzeitig mit den Folgen der Hass-Botschaft umgehen. Sein nächster Einsatz für Sporting könnte bereits am kommenden Wochenende erfolgen, während die Bayern ihren eigenen Spielplan in der Bundesliga fortsetzen. Die Münchner haben die defensive Mitte inzwischen mit anderen Spielern besetzt, was den endgültigen Charakter von Palhinhas Abgang unterstreicht.