Der FC Bayern München hält an seiner Tradition fest und besucht am ersten Sonntag des Oktoberfests das Käfer-Zelt. Die Terminwahl am 20. September bringt für einige Nationalspieler des Rekordmeisters in diesem Jahr jedoch besonderen Stress mit sich.
Hintergrund ist die neu zusammengelegte Länderspielpause der FIFA, die vom 21. September bis zum 6. Oktober dauert. Spieler wie Alphonso Davies, Minjae Kim oder Luis Díaz, die zu ihren Nationalteams in Kanada, Südkorea und Kolumbien reisen müssen, hätten sich einen Besuch am Samstag gewünscht. So hätten sie sich am Sonntag erholen oder früher abreisen können. Der erste Wiesn-Tag am Samstag, der sogenannte Anstich, fiel aus organisatorischen und sicherheitstechnischen Gründen aus. Der erste Sonntag gilt als entspannter und ist der traditionelle Termin für die Mannschaft, Trainer Vincent Kompany, seinen Stab und die Vereinsführung.
Enger Zeitplan vor Union-Spiel
Der Besuch findet nur einen Tag nach dem Bundesliga-Heimspiel gegen Union Berlin am Freitagabend statt. Ab dem darauffolgenden Montag müssen die Spieler offiziell ihren Nationalmannschaften zur Verfügung stehen. Für die weitreisenden Stars bleibt damit kaum Zeit für private Wiesn-Besuche in den Folgetagen, wie sie in den vergangenen Jahren üblich waren. Die lange Pause deckt fast die gesamte Oktoberfest-Zeit ab.
Die Mannschaft muss den Termin also in einen eng getakteten Wochenplan integrieren. Die aktuelle Squad-Liste zeigt, welche Spieler von den langen Reisen betroffen sind. Nach dem Festbesuch konzentriert sich der Fokus sofort wieder auf den Sport. Das nächste Pflichtspiel nach der Pause ist bereits in den Fixtures verzeichnet. Für die Fans bedeutet die Situation, dass sie ihre Stars in diesem Jahr wohl nur beim offiziellen Team-Besuch auf der Theresienwiese zu Gesicht bekommen.
